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Bekannt aus "Die Höhle der Löwen"

Warum wir über die Nachhaltigkeit Ihres Schmucks sprechen müssen.

Schmuck ist so alt wie die Menschheit und zugleich nie veraltet. Doch der Glamour täuscht manchmal. Genau wie die Bekleidungsproduktion schadet die Herstellung von Schmuck sowohl der Umwelt als auch den Arbeitern. Schlechte Arbeitsbedingungen, niedrige Löhne und Kinderarbeit sind nur einige der Probleme der Schmuckindustrie. Wir haben 4 der wichtigsten Probleme für Sie zusammengefasst.

Problem 1: Überkonsum

Im Jahr 2020 belief sich der weltweite Markt für Luxusschmuck auf rund 18 Milliarden Euro. Den größten Anteil hat China, dicht gefolgt von den USA, Japan und Indien. Der Wert des Schmuckmarktes soll bis 62 um 2025 Milliarden US-Dollar steigen. 

Während ein Teil des Schmuckmarktes aus zeitlosen Luxusstücken besteht, ist das meiste davon einst getragener Modeschmuck. Wie in der Fast Fashion wird billiger Modeschmuck nur wenige Male getragen, bevor er aufgrund seiner geringen Qualität im Müll landet. 

Was ist Modeschmuck? Modeschmuck ist Schmuck, der aktuelle Modetrends widerspiegelt und kostengünstig herzustellen ist. Dabei verblasst die Silber- oder Goldbeschichtung schnell und so kommen schnell die günstigeren Materialien unter der Beschichtung zum Vorschein. 

Modeschmuck ist nicht biologisch abbaubar. Das bedeutet, dass der Modeschmuck, der meist aus einer Kombination aus Gold und Kunststoff besteht, auf einer Mülldeponie landet, statt zu verrotten, gefährliche Giftstoffe in Luft und Wasser freisetzt. Aufgrund des günstigen Einkaufspreises von Modeschmuck und der schnellen Abnutzung der Beschichtung werden Kunden dazu angehalten, weiter zu kaufen. Auch Schmucktrends wie die weltberühmten Pandora-Armbänder regen zum Kauf von neuem Schmuck an, denn für fast jeden Anlass lässt sich ein neuer Charm kaufen. 

Kein Wunder also, dass Schmuckkästchen ebenso wie Kleiderschränke immer voller werden. 

Doch Licht am Ende des Tunnels: Eine Studie aus dem Jahr 2014 zeigte, dass mehr als 80 % der Verbraucher ethischen Schmuck kaufen möchten und auch bereit sind, für bessere Schmuckqualität mehr Geld auszugeben. 

Problem 2: Mangelnde Transparenz und komplexe Lieferketten. 

Wer glaubte, die Lieferketten der Modebranche seien komplex, hat sich noch keine Gedanken darüber gemacht, wie Schmuck eigentlich hergestellt wird. Rohstoffe wie Gold, Diamanten oder Silber sind selten. Gold wird oft in Südafrika, Australien, Russland oder den USA abgebaut. Aufgrund der hohen Goldpreise wird Gold aber auch in abgelegenen Gebieten Südamerikas abgebaut. Die Verarbeitung des Goldes findet wiederum in anderen Ländern statt und auch der Schmuck selbst wird in einem anderen Land hergestellt. Die Lieferkette von „Mine to Market“ ist sehr lang und sieht typischerweise so aus: 

1: Erkundung → 2: Bergbau → 3: Sortieren → 4: Schneiden → 5: Polieren → 6: Schmuckherstellung → 7: Inspektion und Zertifizierung → 8: Verkauf des Endprodukts. 

Bei vielen Marken ist es nicht einfach herauszufinden, in welchem ​​Land die Rohstoffe abgebaut wurden. Zudem wissen sie oft nicht, in welcher Mine und unter welchen spezifischen Arbeits- oder Umweltbedingungen und Schutzmaßnahmen die Rohstoffe abgebaut wurden. 

Problem 3: Umweltbedenken 

Es ist allgemein bekannt, dass die Gewinnung wertvoller Rohstoffe nicht immer sauber ist. Dies gilt auch für Rohstoffe wie Gold und Silber. Der Abbau von Edelmetallen verursacht folgende Umweltprobleme: 

  1. Luftverschmutzung: Bei der Herstellung werden organische Verbindungen aus Lösungsmitteln sowie andere gefährliche Luftschadstoffe freigesetzt. 

  2. Wasserverschmutzung: Der Abbau von Edelmetallen erfordert einerseits große Wassermengen und belastet andererseits das Grundwasser mit giftigen Chemikalien wie Zyanid, Quecksilber und Schwefelsäure. Dies gefährdet die Trinkwasserversorgung. 

  3. Ökosystemschäden: Lärm, Erschütterungen und Erosion durch den Bergbau haben zum Tod Tausender Tier- und Pflanzenarten und zur Bodendegradation geführt. 

  4. Treibhausgasemissionen: Jedes abgebaute Karat setzt etwa 57 kg Kohlenstoff in die Atmosphäre frei. 

  5. Gefahrstoffe. Schmuck kann Nickel, Cadmium und Blei enthalten, die nicht nur für den Träger, sondern auch für die Umwelt schädlich sein können. 

Diamanten sind der beste Freund eines Mädchens, aber der schlimmste Feind der Umwelt. 

Um beispielsweise einen Diamanten abzubauen, müssen schätzungsweise 250 Tonnen Erde für jedes Karat bewegt werden. Derzeit fördern wir jährlich etwa 148 Millionen Karat. Dadurch entstehen riesige Minen, die aus dem Weltraum sichtbar sind. All dieser Kohlenstoff wird produziert, während ein Diamant etwa die Größe einer Erbse hat. 

Problem 4: Soziale Belange

Weltweit arbeiten rund 100 Millionen Menschen in der Schmuckindustrie. Doch nur die wenigsten bemerken die hohen Gewinne der Schmuckindustrie. Vor allem Kinderarbeit ist ein großes Problem in dieser Branche. Viele Kinder sind mit unsicheren Arbeitsbedingungen konfrontiert und durch das Einatmen von Staub und anderen gefährlichen Partikeln ernsthaften Gesundheitsrisiken ausgesetzt. 

Die giftigen Chemikalien, die beim Abbau von Edelmetallen verwendet werden, sind natürlich nicht nur schädlich für die Umwelt, sondern vor allem für die Arbeiter vor Ort. Cyanid und Quecksilber sind nur einige Beispiele für Chemikalien, denen die Arbeiter täglich ausgesetzt sind und die zu Behinderungen oder sogar zum Tod führen können. Beim Schleifen von Diamanten im sogenannten Princess-Schliff, den wir als Käufer am besten kennen, wird Diamantstaub freigesetzt, der auch zu langfristigen gesundheitlichen Komplikationen führen kann. 

Auch auf den Baustellen gibt es mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen, teilweise gar keine. Diamantminenarbeiter in Südafrika haben beispielsweise eine um 20 % höhere Sterblichkeitsrate als die allgemeine Bevölkerung. 

Als wäre das nicht genug, sind der Abbau und Handel von Diamanten und Edelmetallen eng mit gewalttätigen bewaffneten Gruppen auf der ganzen Welt verbunden. Aufgrund des hohen Marktwertes von Gold, Silber und Diamanten versuchen sowohl einzelne Gruppen als auch staatliche Kräfte, Macht über die Abbaugebiete zu erlangen. 

Wir dürfen auch nicht vergessen zu erwähnen, dass Tausende von Menschen ihre Heimat verlassen müssen, um neue Bergbaugebiete zu erschließen. 

Wie Sie sehen können, wird der Schimmer und Glanz von Diamanten und Juwelen von einem dunklen Schatten begleitet. Doch dafür gibt es bereits eine Lösung und das sind Diamanten aus dem Labor, die genau wie echte Diamanten aussehen, aber viel umweltfreundlicher in der Herstellung sind. 

Quellen: 

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