Nachhaltige Mode ist verwirrend.

47% der Verbraucher sind verwirrt darüber, was Mode nachhaltig macht

Erinnern Sie sich an das letzte Mal, als Sie ein neues Kleidungsstück gekauft haben? Haben Sie beim Kauf darüber nachgedacht, ob das Kleidungsstück nachhaltig ist? Und wenn ja, nach welchen Kriterien konnten Sie beurteilen, ob es nachhaltig ist oder nicht? War es Ihnen besonders wichtig, dass das Kleidungsstück von einem Unternehmen in Ihrer Nähe hergestellt wurde? Oder haben Sie darauf geachtet, dass das Kleidungsstück aus natürlichen Materialien besteht? Wollten Sie recycelte Fasern in Ihrem neuen Kleidungsstück oder haben Sie gebraucht gekauft, um keinen Abfall zu produzieren? 

Wie Sie sehen, ist es nicht leicht zu sagen, was nachhaltige Mode ausmacht. Nachhaltige Mode kann auf Recycling, soziale Gerechtigkeit, Ressourcenschonung oder Klimaneutralität setzen und das nachhaltigste Kleidungsstück ist immer noch das, das wir schon lange in unserem Kleiderschrank haben. Eine Studie des US-Unternehmens Genomatica hat sich mit diesem Thema beschäftigt und festgestellt, dass fast die Hälfte der Befragten sich nicht sicher ist, was Mode nachhaltig macht. 

In der Studie wurden Anfang April insgesamt 2000 US-amerikanische Teenager und Erwachsene zu nachhaltiger Kleidung und ihrem Konsumverhalten befragt. Es stellte sich heraus, dass US-Verbraucher beim Kauf neuer Kleidung umweltfreundlichere Kaufentscheidungen treffen wollen. Tatsächlich gaben 86 % an, dass sie der Meinung sind, dass Nachhaltigkeit ein lohnendes Ziel in der Modebranche ist. 

Aber es gibt ein Problem – nachhaltige Mode ist nicht leicht zu finden. Jeder dritte US-Verbraucher würde alle seine Einkäufe in einem nachhaltigen Bekleidungsgeschäft tätigen, wenn es nur eines gäbe. Ein Befragter sagte: "Es ist etwas schwierig, nachhaltige Entscheidungen zu treffen, weil ich nie wirklich sicher bin, was nachhaltig bedeutet, insbesondere bei Kleidung." Fast die Hälfte (1 %) der Befragten ist sich unsicher, wo sie überhaupt nachhaltige Kleidung finden. 

Auch beim Kauf neuer Kleidung wollen sich viele Befragte nicht vom Greenwashing täuschen lassen. Fast 9 von 10 Verbrauchern vertrauen Marken, die behaupten, nachhaltig zu sein, nicht sofort. 55% glauben sogar, dass Greenwashing in der Modebranche alltäglich geworden ist.

42% sind verwirrt darüber, was Kleidung nachhaltig macht. Fast die Hälfte (47%) stuft Kleidung aus nachwachsenden Rohstoffen oder natürlichen Materialien als Top-Nachhaltigkeitsmerkmal ein. 46% sind der Meinung, dass der Verzicht auf giftige Chemikalien im Herstellungsprozess Textilien nachhaltig macht.  

Die Studie untersuchte auch den Einfluss von COVID-19 auf das Konsumverhalten. Es zeigte sich, dass die Pandemie dazu beigetragen hat, die Verbraucher auf die Probleme der Modebranche aufmerksam zu machen. 38 % der Befragten haben sich erst im vergangenen Jahr mit nachhaltiger Kleidung beschäftigt. Und 44% haben während der Pandemie weniger gekauft als zuvor. Die Hälfte der Befragten gab sogar an, dass sie sich durch die Pandemie weniger gestresst fühlen, jeden Tag unterschiedliche Outfits tragen zu müssen. 

Was also ist nachhaltige Mode? 

Derzeit gibt es keine allgemeingültige Definition, was nachhaltige Mode ausmacht. Dr. Anna Brismar von Green Strategy hat jedoch eine Definition entwickelt, die als Richtlinie dienen kann: „[...] nachhaltige Mode kann definiert werden als Kleidung, Schuhe und Accessoires, die auf die nachhaltigste Weise hergestellt, vermarktet und verwendet werden unter Berücksichtigung ökologischer und sozioökonomischer Aspekte möglich. In der Praxis bedeutet dies eine kontinuierliche Arbeit zur Verbesserung aller Phasen des Produktlebenszyklus, von Design, Rohstoffproduktion, Herstellung, Transport, Lagerung, Marketing und Endverkauf bis hin zu Verwendung, Wiederverwendung, Reparatur, Neuherstellung und Recycling des Produkts und seiner Komponenten."

Wie trägt Kleiderly dazu bei? 

Bei Kleiderly machen wir die Modebranche nachhaltiger, indem wir das Abfallproblem lösen und Altkleider recyceln. Da unsere Produkte auch recycelbar sind, produzieren unsere Produkte keinen neuen Abfall. Da wir mit einem italienischen Familienunternehmen zusammenarbeiten, achten wir darauf, die Lieferkette so klein wie möglich zu halten und zu fairen Bedingungen zu produzieren. 

Quellen: 
https://www.genomatica.com/survey-consumers-want-sustainable-clothing-need-more-info/
https://www.thefashionlaw.com/consumers-are-confused-about-what-sustainability-means-in-fashion-per-new-survey/
https://www.greenstrategy.se/sustainable-fashion/what-is-sustainable-fashion/

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