Was ist die Fashion Revolution Week?

Am 24. April 2013 stürzte in Bangladesch ein Gebäude namens „Rana Plaza“ ein, weil illegal zwei Stockwerke darüber gebaut wurden. 

Die Katastrophe forderte 1133 Tote und 2500 Verletzte, und es werden immer noch 200 Menschen vermisst. Diese Menschen verloren ihr Leben, weil die Einzelhändler ihrer Arbeitgeber nicht bereit waren, in sichere und gesunde Arbeitsumgebungen zu investieren. Die wirkliche Tragödie besteht darin, dass dieser Verlust von Menschenleben wahrscheinlich hätte vermieden werden können, wenn die Arbeiter rechtzeitig evakuiert worden wären. Mehr als einen Tag vor der Katastrophe waren die Risse im Gebäude bereits deutlich sichtbar.

Es wurde deutlich, dass dringender Handlungsbedarf besteht, um diese unsicheren Fabriken zu bekämpfen und die Beschäftigungssituation der Millionen Textilarbeiter in Bangladesch – und natürlich in anderen bekleidungsproduzierenden Ländern wie China, Indien und Kambodscha – zu verbessern.

Als Gegenreaktion auf die Gleichgültigkeit dieser Unternehmen wurde der „Tag der Moderevolution“ gegründet.

Sieben Jahre später sind die Textilfabriken etwas sicherer, aber es gibt noch viel zu tun. Die entwürdigenden Bedingungen, unter denen die Arbeiter arbeiten müssen, sind noch nicht verschwunden, ganz zu schweigen von den Umweltauswirkungen der umweltverschmutzenden Modeindustrie. Aus diesem Grund wurde die Fashion Revolution Week ins Leben gerufen. Die Fashion Revolution Week macht jedes Jahr auf dieses Problem aufmerksam und möchte die Verbraucher sensibilisieren. Darüber hinaus übt es Druck auf Marken aus; Sind sie nachhaltig (genug)?

In diesem Jahr findet die Fashion Revolution Week vom 19. bis 25. April statt. Fashion Revolution steht dafür, der Ausbeutung von Mensch und Umwelt in der globalen Modebranche ein Ende zu setzen. Wandel von der Wegwerfkultur hin zu einem nachhaltigeren System der Materialnutzung. Sichere und menschenwürdige Arbeitsbedingungen und ein existenzsicherndes Einkommen für alle Menschen in der Lieferkette.

#whomademyclothes

Damit wir Katastrophen wie Rana Plaza nie vergessen, hat Fashion Revolution die Kampagne „Wer hat meine Kleider gemacht?“ ins Leben gerufen. Diese Kampagne möchte die Modebranche verändern, indem sie den Verbrauchern bewusster macht, woher ihre Kleidung kommt, und vor allem: wer machte sie. 

Wenn Sie nachhaltige Mode gelesen und gekauft haben, sind die Chancen groß, dass Sie in den sozialen Medien Bilder von Arbeitern entdeckt haben, die Pappe halten und sagen: "Ich habe Ihre Kleidung gemacht". Das heißt: die 8 Jahre des Wahlkampfs haben sich gezeigt! Diese Stellen wurden meist von Marken geschaffen, die jetzt dafür sorgen, dass ihre Kleidungsstücke unter gesunden Arbeitsbedingungen mit einem fairen Existenzlohn hergestellt werden. 

Was können Sie tun?

  1. Mach mit bei der #whomademyclothes-Kampagne
    Ziehen Sie das Kleidungsstück Ihrer Lieblingsmarke an und machen Sie ein Foto mit Ihrem Kleidungsetikett. Posten Sie dieses Foto in den sozialen Medien, markieren Sie die Marke und verwenden Sie den Hashtag #whomademyclothes. Eine schnelle Suche auf Instagram zeigt, dass Ihnen mehr als 780,000 Menschen vorausgegangen sind. Außerdem wurde letztes Jahr ein neuer Hashtag eingeführt: #whatsinmyclothes. So fordern Sie Transparenz von den Modemarken und erfahren, wer Ihre Kleidung herstellt und welche Materialien verwendet werden.

  2. Kontaktieren Sie die Marke
    Sie können auch direkt eine E-Mail an eine Bekleidungsmarke senden: Bitten Sie sie um mehr Transparenz und um allen Arbeitern einen existenzsichernden Lohn zu zahlen. Auf www.fashionrevolution.org Sie können einen Tempel finden, den Sie benutzen können. Je mehr E-Mails eine Marke erhält, desto stärker wird sie unter Druck gesetzt, ihre Prozesse zu ändern.

  3. Erhebe deine Stimme in den sozialen Medien
    Je mehr Bewusstsein geschaffen wird, desto mehr Einfluss haben wir. Fashion Revolution fordert die Leute auf, besonders auf Twitter zu posten. Die Vorlage finden Sie auf ihrer Website. 

Lust auf mehr Informationen über schnelle und nachhaltige Mode im Allgemeinen? Da die aktuelle Pandemie anhält, finden Veranstaltungen digital statt. Dies macht es noch einfacher, beizutreten / teilzunehmen.
Darüber hinaus wird der Einkaufspolitik im Modebereich besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Große Einzelhändler und Bekleidungsmarken bezahlen ihre Bestellungen oft erst nach der Lieferung, sodass die Fabrik, in der die Produktion stattfindet, selbst für den Materialeinkauf verantwortlich ist. In dieser Krise ist es wichtiger denn je, Marken und Händler ans Netz zu bringen und von ihnen die Bezahlung ihrer Bestellungen zu verlangen. In diesem Jahr können Sie auch mit dem Hashtag #Payup auf dieses spezielle Problem aufmerksam machen.

Wie trägt Kleiderly dazu bei?

Neben der Herstellung von Plastik aus Textilabfällen trägt Kleiderly zur Bewegung nachhaltiger Mode und zur Verbreitung des Bewusstseins bei, indem es Verbraucher und Unternehmen in Form von Blog-Posts, Podcasts und Vorträgen auf Veranstaltungen und Universitäten aufklärt.


Quellen:

www.fashionrevolution.org
https://fashioninsiders.co/features/inspiration/who-made-my-clothes-movement/
https://www.fashionrevolution.org/manifesto/
https://www.ilo.org/global/about-the-ilo/newsroom/news/WCMS_008075/lang--en/index.htm

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